Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Tettau

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Ernährungsgewohnheiten hinterfragen 

Der hohe Fleischkonsum in den industrialisierten Ländern ist nicht zukunftsfähig:

Die „günstigen“ (Dumping-)Preise können nur durch industrialisierte Tierhaltung erzielt werden. Die Futtermittelproduktion (insbesondere Soja) gefährdet die Umwelt und die Nahrungsversorgung der Menschen im Süden. Ihre Felder stehen nicht mehr für die eigene Ernährung zur Verfügung.

Würden alle Menschen auf der Welt so viel Fleisch essen wie wir Deutschen, würde das fruchtbare Land nicht ausreichen. Weitere Hungerkrisen wären unausweichlich. Durch die längere Nahrungskette ist mit einer Kalorie fleischlicher Energie eine deutlich höhere CO2 -Belastung verbunden als mit einer Kalorie aus pflanzlicher Nahrung.

Bei der Herstellung eines Rindersteaks (200 Gramm) oder einer Portion Hamburger mit Pommes fallen etwa 2,7 Kilogramm CO2 an – so viel wie bei einer Autofahrt über 17 Kilometern oder bei einer 60 Watt-Birne, die 85 Stunden lang brennt. Der Inhalt von etwa 21 Badewannen (3.200 Liter) an Wasser wird verbraucht.

Weniger kann mehr sein: Unsere Großeltern wussten den Sonntagsbraten noch als Besonderheit zu schätzen – und konnten noch viele leckere, fleischlose Gerichte kochen.

Möglichkeiten zum Handeln 

  • Gehen Sie gemeinsam mit Jung und Alt auf die Suche nach alten Rezepten und experimentieren Sie mit fleischloser Küche!
  • Bieten Sie beim Gemeinde- oder Sommerfest leckere fleischlose Gerichte als Alternativen zu Grillsteak und Bratwurst an!
  • Eine Kräuterspirale im Pfarrgarten oder ein eigenes Gemüsebeet im Kindergarten sind gute Möglichkeiten, Menschen den Wert unserer Lebensmittel wieder aufs Neue bewusst zu machen.
  • Wie wichtig sind Ihnen hochwertige Lebensmittel bei Gemeindeveranstaltungen oder Sitzungen? – Oder soll die Verköstigung vor allem wenig kosten?